Intermodal- zentrum Sigmundskron

Wettbewerb - Prämiert mit einer Anerkennung

naemas architekten intermodalzentrum sigmundskron südtirol italien ()
naemas architekten intermodalzentrum sigmundskron südtirol italien ()
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INTERMODAL-ZENTRUM ALS BRÜCKENSTATION

Kernidee des Projekts

Ein modernes, barrierefreies Intermodalzentrum, das:

  • Verkehr effizient bündelt,
  • den Autoverkehr reduziert,
  • die Landschaft respektiert,
  • und gleichzeitig einen neuen urbanen Mittelpunkt mit hoher Aufenthaltsqualität schafft.

Konzept – Urbanistik

  • Weiterentwicklung der Siedlung am Etsch-Übergang mit kleinteiliger Bebauung und Rückbau großer Volumen (Mebocenter).
  • Aufwertung von Sigmundskron als Wohn- und Wirtschaftsstandort durch besseren öffentlichen Verkehr.
  • Integration in die Flusslandschaft und Erhalt wichtiger Sichtachsen (Schloss, Montiggler Berg).
  • Umnutzung des Mebocenters (laut EURAC-Studie) zu einem Klimahaus-Zentrum (Ausstellung, Ausbildung, Zertifizierung).
  • Neues Intermodalzentrum (IMZ) als barrierefreie Schnittstelle zwischen Bahn und Bus mit hoher Aufenthaltsqualität.

Konzept – Verkehr

  • Zentrale Idee: Umstieg Bus ↔ Bahn direkt auf neuer Etschbrücke (ohne privaten Durchgangsverkehr).
  • Verkehrsberuhigung → bessere Bedingungen für Metrobuslinie.
  • Alle Buslinien halten auf der Brücke, inkl. Linie 9.
  • Voraussetzung: Verlegung der Bahnlinie Richtung Fluss.
  • Gute Erreichbarkeit durch:
    • 2 Park-&-Ride-Parkplätze (je ~100 Autos)
    • Kiss & Ride-Zonen auf beiden Seiten
  • Starke Förderung von:
    • Radverkehr (viele Abstellplätze)
    • Fußgängern
    • Car-Sharing
  • Barrierefreiheit durch Aufzüge und Rampen.

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 Konzept – Gestaltung

  • IMZ als Hybrid aus Brücke, Gebäude und Platz.
  • Gestaltung angelehnt an historische Fachwerkbrücke.
  • Transparente Hülle für Wetterschutz.
  • Offene Sichtbeziehungen zur Landschaft.
  • Öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität:
    • Plätze
    • Sitztreppen
    • Grünflächen
  • Bestehender Bahnhof wird umgenutzt (Café/Kultur).
  • Neue Messe-Außenstelle wird in kleine Baukörper gegliedert

Projekt – Erschließung

  • Neue Zufahrt zum Bahnhof (verkehrsberuhigt).
  • Separate Erschließung der Messe → autofreier Hauptbereich.
  • Neuer Kreisverkehr in Frangart:
    • Bus-Wendemöglichkeit
    • Parkplatzzufahrten
  • Priorisierung des öffentlichen Verkehrs.

Projekt – Brückenbauwerk

  • Dreiteilige Brücke:
    • Mittelteil (20 m)
    • Rampen (70 m + 20 m)
  • Stahl-Fachwerkstruktur + Betonplatte.
  • Bau an bestehender Stelle:
    • Nutzung der alten Brücke als Bauhilfe
    • Bahnbetrieb bleibt erhalten
  • Hochwassersicher geplant.

Projekt – Wasserbau

  • Bahnhof wird um ~2,5 m abgesenkt.
  • Schutz durch:
    • verstärkten Damm
    • Spundwand (450 m)
    • Pumpanlagen
  • Keine Hochwasserrisiken laut Studie.

Projekt – Parken

  • Park & Ride: je ~100 Stellplätze auf beiden Seiten.
  • Kiss & Ride-Zonen nahe Bahnhof.
  • Stellplätze für:
    • Motorräder
    • Fahrräder (teils überdacht)
    • Car-Sharing
  • Ersatzparkplätze für bestehende Nutzungen.

Projekt – Bahnhofsanlage Gleise

  • Verlegung der Bahn → Begradigung der Strecke.
  • Zweigleisiger Ausbau (ca. 500 m).

Bahnsteige

  • 2 Bahnsteige:
    • 200 m lang
    • barrierefrei
  • Ausstattung:
    • Anzeigen, Wetterschutz, Infosysteme

Busanlage

  • Haltestellen direkt auf der Brücke.
  • Überdacht, mit kurzen Umsteigewegen.

Erschließung

  • Höhenunterschied (~6,5 m) wird überwunden durch:
    • Treppen
    • Aufzüge (barrierefrei)

“Das Projekt verbindet städtebauliche Sensibilität, funktionale Verkehrslösungen und hochwertige Aufenthaltsqualität. Flexibilität, Barrierefreiheit, nachhaltige Mobilität und ein klar gegliedertes Nutzungskonzept machen das Intermodalzentrum zu einem zukunftsweisenden Modell für integrierten öffentlichen Verkehr und städtische Entwicklung.”

Jury Statement