Wohnbau Alfieri

Wettbewerbsergebnis: 1.Platz

naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri lageplan schwarzplan
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri typ
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri typ
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri typ
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri typ
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri
naeams architekten suedtirol wettbewerb alfieri meran

DIE ZUKUNFT DES WOHNENS

AMÖBE – Flexible Grundrisse

Der Planungsbereich zwischen Alfieristraße , Franziskus – und K . Wolff – Straße wurde einer eingehenden städtebaulichen Analyse unterzogen. Als vorherrschende Gebäudetypologie treten hierbei freistehende Gebäude als Mehrfamilienwohnhäuser zu Tage. Von einigen Ausnahmen abgesehen handelt es sich hierbei um rechteckige oder quadratische bzw. punktförmige Volumen, die durch ihre versetzte Stellung eine gute Belüftungs – und Belichtungsqualität ermöglichen.

Im Umfeld des Bauareals finden sich somit immer wieder freie Blickachsen, die eine gute Aussicht auf die umliegende Bergwelt erlauben und zu jeder Tageszeit unterschiedliche Besonnungsstadien ermöglichen. Dieses Prinzip wird in unserem Bebauungsvorschlag übernommen und ist Grundlage aller weiteren Planungsentscheidungen, wie Orientierung und Belichtung der Wohnungen, Ausformung der Freiflächen usw. Durch die Entscheidung, das Bauvolumen auf 2 Gebäudeeinheiten aufzuteilen, verbleibt ein großer Freibereich, der sowohl für Privatgärten als auch für allgemeine Frei – und Spielflächen sinnvoll verwendet werden kann.

Die Stellung der beiden Baukörper von Südost nach Südwest und die leichte Drehung voneinander optimiert die Belichtungssituation, da mehr als die Hälfte der Wohnungen dreiseitig belichtet werden kann. Auch die Sonneneinstrahlung wird dadurch beinahe über den gesamten Tagesverlauf ermöglicht. Die vorgeschlagene Gebäudehöhe orientiert sich an den städtebaulichen Rahmenbedingungen.

Das Baugelände kann als eben bezeichnet werden, weist eine ganz leichte Neigung nach Südwesten auf und wird in unserem Projekt als eine Ebene betrachtet. Geländeaufschüttungen sind nicht notwendig, auch zu den umliegenden Freiflächen werden beinahe keine Kotenänderungen vorgenommen.

Weiterlesen

Grundrisstypologien

Je Regelgeschoss sind vier Wohnungen vorgesehen, im Dachgeschoss zwei. Auf allen Ebenen können Wohnungen aneinandergekoppelt werden, wodurch unterschiedliche Gesamtwohnungsgrößen möglich sind. Standardmäßig sind auch der Ebene 0 (Erdgeschoss) jeweils 3 Wohnungen vorgesehen, auf den Ebenen OG1 und OG2 vier Wohnungen und auf Ebene OG 3 (Dachgeschoss) jeweils zwei Wohnungen.

Jede Wohneinheit ist in einen Wohnbereich mit nach- oder vorgeschaltetem Schlafbereich unterteilt. Die Terrassen sind so konzipiert, dass ein in das Gebäudevolumen eingeschnittener Bereich als nicht einsehbarer Freibereich genutzt werden kann,, während der vorspringende Teil einen freien Ausblick und die Kommunikation mit den benachbarten Wohnungen erlaubt.

Für die jeweiligen Wohnungstypen sind verschiedene Grundrisslösungen denkbar, die Küchenbereiche sind z.B. zur Fassade hin oder im hinteren Bereich der Wohnungen positionierbar.

Die Wohnbereiche aller Wohnungen sind nach Südosten, Süden bzw. Südwesten orientiert, jede Wohnung hat freie Sichtachsen in verschiedene Richtungen und Raumtiefen, wodurch vielfältige und reizvolle Blickbeziehungen entstehen.

in Zusammenarbeit mit Arch. Elmar Unterhauser und Arch. Manfred Rauch

“Der Entwurf überzeugt durch eine klare städtebauliche Logik, die zwei leicht gedrehte Baukörper vorteilhaft auf dem Grundstück positioniert. Dadurch entstehen großzügige Freibereiche, optimale Belichtung und attraktive Sichtachsen. Die flexiblen Grundrisse ermöglichen unterschiedliche Wohnungsgrößen und Anpassungen an individuelle Lebenssituationen. Wohnbereiche und Terrassen sind so gestaltet, dass Privatsphäre und soziale Interaktion gleichermaßen berücksichtigt werden. Insgesamt präsentiert der Beitrag ein zeitgemäßes, zukunftsweisendes Wohnkonzept, das städtebauliche Sensibilität, Wohnqualität und Flexibilität exemplarisch vereint.”

Stellungnahme der Jury – 1. Preis: „DIE ZUKUNFT DES WOHNENS – AMÖBE“